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das Licht des Heiligthums geweiht und höher erhoben zu werden. Jede Begeiſterung, welche ihre Seele von der Erde erhob, war nach dem Himmel gerichtet, jeder Ausbruch des Enthuſiasmus war durch ein Opfer ge⸗ heiligt; das Bewußtſein überlegener Kraft war ein Sporn zu neuen Anſtrengungen, und die Offenbarungen ihres eigenen Genius waren anregende Aufrufe, welchen ſie mit emporgehobenem Auge und gebeugtem Knie ent⸗ ſprach. Als der Tag der Heimſuchung kam, rettete der⸗ ſelbe Einfluß ſie vor Verzweiflung. Ihre Geſchichte war eine ſeltſame und muß jetzt kurz erzählt werden. In ihrer Kindheit der Obhut ihrer Verwandten mütterlicher Seite übergeben, war ſie in einem alten Hauſe erzogen worden, deſſen ent⸗ ſchwundener Glanz Spuren ſeines Daſeins in den noch vorhandenen Frescogemälden an den Wänden, in den
verſtümmelten Statuen, den zerbrochenen Fontainen
und der Cypreſſenallee, die ſeine Gärten ſchmückte, hinterlaſſen hatte. Eine Reibenfolge von Zimmern in dieſer Wohnung war von Pater Francesco beſetzt, welcher zu gleicher Zeit der Freund und der Caplan des Eigenthümers dieſes alten Palaſtes war. Er iſt in dieſer Geſchichte bereits aufgeführt worden als der Oheim und Vormund von Ginevra Ferrari, der Mutter unſerer Heldin. Die einfache Ausſtattung dieſer Zim⸗ mer kontraſtirte mit der Pracht des vergoldeten Getä⸗ fels und der bemalten Wände. Eine kleine Gallerie, die von der Halle nach der Capelle führte, war wohl verſehen mit franzöſtſchen, lateiniſchen und italieniſchen Buchern. Ein Schreibpult, das an einem der hohen Fenſter ſtand, und ein Haufe ſchwerer Foliobände, die an ſeiner Seite lagen, bewieſen, daß ihr Eigenthümer es nicht verſäumt hatte, durch Studien die Fähigkeiten auszubilden, womit die Natur ihn begabt. Die Capelle war reich im Vergleich zu dem übrigen Gebäude; die Trümmer früheren Glanzes, welche man ſonſt hatte
verfallen laſſen, wurden hier ſorgfältig gehegt und
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