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oder unfähig— würden Sie, wenn Sie ihn zu einem ſolchen Schritte drängten, ſowohl ihn, als ſich ſelbſt in hoffnungsloſes Elend ſtürzen; Sie würden ihm jede Ausſicht auf Glück, ja ſogar auf eine nur reſpektable Exiſtenz zerſtören und als ſein ſchlimmſter und grau⸗ ſamſter Feind handeln. Wenn Ihnen ſein Wohl am Herzen liegt, wenn Sie auf ſeinen Seelenfrieden, ſeinen Ruf, ſeine Ehre einigen Werth legen, Signora, ſo müſſen Sie ihn aufgeben.“
„Und wenn ich ihn nicht aufgeben kann?“ erwie⸗ derte ſie langſam, ihre Augen auf den Boden geheftet.
„In dieſem Fall, ich ſage es mit Leidweſen, muß er Sie aufgeben.“.
„Hat er ſo geſagt? hat er das geſagt?“ fragte Ginevra, Mr. Warren's Arm ergreifend.
„Nein, aber ich ſage es, und Sie müſſen es ein⸗ ſehen,“ fügte er kalt hinzu. Sie ließ ihn los und ver⸗ barg ihr Geſicht in ihren Händen..
„Es thut mir leid, meine liebe Miß Leslie, daß Sie die Sache ſo zu Herzen nehmen, aber es iſt in der That unvermeidlich.“ 3 1
Sie ſchlug eine Weile ihre Augen auf und ihre Lippen murmelten:„Gott gebe mir Geduld!“
Mr. Warren ſchaute ſie an und ſchien betroffen über den Ausdruck des Schmerzes in ihren Mienen. Er bemit⸗ leidete ſie und ſagte lelee
„s gäbe nur einen einzigen Ausweg.“
„Welchen?“
„Einen Religionswechſel,“ antwortete er, ohne ſie anzuſchauen, und mit erkünſtelter Ruhe nach den Schlitt⸗ ſchuhläufern lorgnettirend.
Im Anfang flammten ihre Augen Feuer, aber bald folgte ein heiligerer Ausdruck dieſem erſten Ausbruch der Entrüſtung, und ſie ſprach leiſe, aber entſchloſſen das Wort:„Nie.“
„Sie werden ſich an den Gedanken gewöhnen.“ „Gott behüte mich!“ verſetzte ſie.


