Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1851)
Entstehung
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„Wenn man Sie aber überführen könnte, wie gut dieß wäre? könnten Sie nicht in einem ſolchen Fall etwas nachgeben und ſich überreden zu glauben—“

„Mr. Warren,“ antwortete ſie ruhig, aber mit zitternder Stimme,„wenn ich meiner eigenen Seele Gewalt anthun, meinen Glauben nach Belieben verab⸗ ſchieden und das Irrthum nennen könnte, was meine Vernunft und jeder Inſtinkt meines Daſeins mir als ewige Wahrheit bezeichnet, dann könnte ich in meiner frechen Apoſtaſie noch weiter gehen und zuletzt den Himmel ſelbſt für einen Traum, die Hölle fuür ein Märchen halten; und dann würde ich bei dem Wechſel, den Sie vorſchlagen, nicht ſtehen bleiben. Dort,“ ſagte ſie, und deutete auf eine Stelle, wo das Eis gebrochen war und man den reißenden Fluß unten ſtrömen ſah, „dort liegt meine Verſuchung; eine Zuflucht aus dem Elend dieſes Lebens und eine weniger ſchreckliche Selbſt⸗ vernichtung, als Sie vorſchlagen.“

Beinahe unbewußt hielt Mr. Warren ſie feſt, als ſie ſich über die Brücke hinlehnte; aber ſie wandte ſich gegen ihn und ein ſchwaches Lächeln fuhr über ihr Geſicht:..

„O nein! mein Schutzengel hat mich noch nicht verlaſſen. Ich glaube,“ ſagte ſie und erhob ihre Augen zum Himmel,„ich glaube und ich fann noch Kraft fin⸗ den, zu dulden.“.

„Sie denken hart von Proteſtanten, Signora, wenn ſelbſt ein Grab in dieſem dunkeln Fluſſe Ihnen wün⸗ ſchenswerther erſcheinen kann, als der Uebertritt zu ihrem Glauben.“

„Sagen Sie als der Abfall von meinem eigenen,“ verſetzte ſie eifrig;„die heiligen Wahrheiten, welche wir gemeinſchaftlich haben, ſind ein Theil des Glau⸗ bens, dem ich nicht entſagen, ſondern eher ſterben möchte.“

„Wie ſind Sie denn alſo gegen uns geſinnt?“

„Inſofern Sie Chriſten find, habe ich das tiefſte