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Aber jetzt war er, wenigſtens in ſeiner Art, verlegen und ſagte, ohne ſeine Begleiterin anzuſehen:
„Sie wiſſen, daß Edmund von Ihren Angelegen⸗ heiten mit mir geſprochen hat? Es iſt ein ſchwieriger Handel, Signorina.“—
„Können Sie uns helfen?“ fragte ſie mit leiſer Stimme. 3
„Nur inſofern, als ich Ihnen die genaue Wahrheit ſagen will.“
„Sprechen Sie,“ ſagte ſte wieder und legte mit etwas krampfhafter Bewegung ihre Hände zuſammen.
„Daß mein Schwager jemals in Ihre Verbindung willigen wird, das iſt eine ſo große Unmöglichkeit, als daß dieſer Baum über den Fluß gehen und auf dem entgegengeſetzten Hügel ſeine Stellung nehmen wird.
So wahr ich lebe, ich würde das eine Ereigniß ebenſo
ſicher erwarten, als das andere. Er iſt der gewiſſen⸗ hafteſte, vorurtheilsvollſte, halsſtarrigſte aller Menſchen.
Er hat geſchworen, nie einen Katholiken in ſein Haus
zu laſſen. Er hat der Erfüllung dieſes Eides verſchie⸗ dene Opfer gebracht. Er hat Anſprüche, die er auf ein bedeutendes Gut hätte machen können, vernachläſſigt, bloß um mit Katholiken nichts zu thun zu haben; Sie
können ſich daher leicht denken, daß er in die Verbin⸗
dung ſeines einzigen Sohnes mit einer Perſon von dieſer Religion nie und nimmermehr einwilligen wird. Nein, ich will Sie über dieſen Punkt nicht täuſchen. Wenn Edmund darauf beſtände, eine Katholikin zu heirathen, ſo wird er enterbt werden, das unterliegt nicht dem mindeſten Zweifel; und ich muß noch hinzu⸗ fügen, er kann ſowohl um Ihrer, als um ſeiner ſelbſt willen dieſer Gefahr, oder vielmehr dieſer gewiſſen Strafe ſich nicht ausſetzen. Auf die extravaganteſte Weiſe erzogen, mehr zum Luxus geneigt als irgend ein anderes Menſchenkind, gewöhnt, jede Laune, die ſich in ihm regt, zu befriedigen, ſchon jetzt bis über die Ohren in Schulden ſteckend, zu jeder ernſten Arbeit abgeneigt


