Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1851)
Entstehung
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er Mr. Neville vor ſeiner Abreiſe geſehen habe? Er antwortete:„Nein;“ ſeines Wiſſens ſei er um ſechs Uhr abgereist, und dabei ſah er Margaret an. Auf ihren Wangen war keine Röthe, aber ihre Lippe zitterte leicht, und ſie gab vielleicht unbewußt dem Geſicht, das ſte bemalte, einen Ausdruck der Verachtung. In dieſem Augenblick kam Mr. Warren in's Zimmer, und nach⸗ dem er eine kurze Weile eine Zeitung in die Hand genommen hatte, hernach mit Ebro's Ohren ein wenig ggeſpielt, kam er an den Tiſch und ſagte zu Ginevra: „Ziehen Sie ſich an, Signorina, und kommen Sie mit in den Park.“ Zu Margaret's Ueberraſchung willigte Ginevra augenblicklich ein und verließ das Zimmer, um ſich für den Spaziergang vorzubereiten.

Es war ein herrlicher Wintertag und die Sonne ſchien ſtrahlend. Mr. Warren wartete auf den Stufen der Terraſſe, und als Ginevra an der Hausthüre erſchien und auf ihn zuſchritt, ſagte er zu ſich ſelbſt:„Jetzt gilt's,“ wie ein Menſch, der im Begriff iſt, die Schnur

in einem eſcha zu ziehen. Sie gingen mit einan⸗ der den Fluß hinab, wo mehrere Bediente und eine Anzahl Jungen aus dem Dorfe mit wenig Geſchick⸗ lichkeit und viel Vergnügen Schlittſchuh liefen. Sie erreichten die hübſche Brücke am untern Ende des Parks, und, in ihre Pelzmäntel gehüllt, ſetzten ſie ſich

auf den Bogen, um die Scene unten zu betrachten. Mr. Warren zupfte Gras zwiſchen den Steinen aus, klovfte mit dem Stock auf die loſen Ziegel, ſummte, pfiff, kurz er ſchien verlegen, eine für ihn ſeltene Empfin⸗ dung. Er war nicht verlegen geweſen, als er ſich in Orford ſeine Grade erwarb, auch nicht, als er ſeine Jungfernrede im Unterhaus hielt, das er als zu er⸗ müdend bald aufaab, ja nicht einmal in dem ereigniß⸗ ſchweren Augenblick, wo er um Mrs. Warren freite, was er ſo abgebrochen und haſtig that, daß ſie zuerſt geantwortet hatte:„Nein, ich danke Ihnen,“ ohne zu begreifen, daß es ſeine Hand war, die ſie ausſchlug.