Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1851)
Entstehung
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angenehme Reiſe ſein, mein Lieber? Wie können Sie erwarten, daß ein Mann wie Leslie, der die ganze Welt bereiſt hat, in unſerem armen Ländchen eitwas zu bewundern finden könnte?

CEi, meine liebe Mrs Thornton, platzte ihr Gatte heraus, der ſein ganzes Leben lang beharrlich mit ihr gerechtet hatte, eine Gewohnheit, von welcher andere 1 Leute meiſtens abgekommen waren,da könnten Sie ebenſo gut ſagen, Leslie werde kein Vergnügen daran finden, uns Alle wiederzuſehen, weil er ſeit langer Zeit wmeört ſei, lauter ſo ſonderbare fremde Geſichter zu ehen.

Es trat eine tiefe Pauſe ein. Dieſe letzte Bemer⸗ kung ſchien Oberſt Leslie auf die eine oder andere Art unangenehm berührt, und Mr. Thornton ſchien im Augenblick, nachdem er ſie gemacht, gefühlt zu haben, daß er die Sache beſſer ungeſagt gelaſſen hätte. Dieß verdoppelte die Verlegenheit der ganzen Geſellſchaft. Margaret, deren Wangen ſich ſeit ihres Vaters Ankunft immer tiefer geſärbt hatten, fühlte, daß es jetzt ledig⸗ lich ihr oblag, zu ſprechen. Sie ſah zuerſt Walter an, aber er hatte ſich neben das Feuer geſetzt, und ſein langes Geſicht war länger, als gewöhnlich, ſeine langen Beine ſchienen ſich über ihr natürliches Maß auszu⸗ ſtrecken, und ſeine Augen ſtarrten in das Feuer, als wollten ſie nie mehr etwas Anderes anſehen. Endlich vermöge einer gluücklichen Eingebung ergriff ſie die Vordertatzen eines der ſchönen Hunde, welche mit ihrem Vater hereingekommen waren, legte ſie, ohne Rückſicht auf ihr weißes Mouſſelinkleid, auf ihre Kniee und ſagte ſchüchtern mit einem Blick auf Oberſt Leslie; Was für ein ſchönes Geſchöpf das iſt, Papa!

Er fuhr wie aus einer Träumerei auf, blickte ſie aufmerkſam an, ſeufzte tief und ſtreckte in einer plötz⸗ lichen Regung ſeine Hand aus. Margaret ergriff ſie, rückte näher zu ihm, und von dieſem Augenblick an trat in der allgemeinen Anſchauungsweiſe ein bedeuten⸗