Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

gab er mir die Tochter, auf meine Sorg⸗ falt fuͤr ſie rechnend. Auch neigte bald mein Herz ſich muͤtterlich dem holden Weſen zu, und ſie lohnte meine treue Pflege; denn ſeit den zwei Jahren, daß Marie in mei⸗ nem Hauſe, hat ſie auch mich, wie eine Mutter, lieben gelernt, und nie den klein⸗ ſten Verdruß mir verurſacht. Mein Wille iſt ſtets der ihrige; ſie fuͤhlt, daß ich nur ihr Beſtes wollen kann. Und bin ich nun gleich, in manchen Faͤllen, nicht fuͤr's Kloſter, ſo bin ich doch zu ſcrupuloͤs, irgend Etwas zu geſtatten, das Mariens Beſtimmung hin⸗ dere. Wer ſagt mir, daß nicht in jenen ſchuͤtzenden Raͤumen ihr wahres Heil er⸗ bluͤhe? Wer, daß die Welt, mit ihrer lachenden Außenſeite, nicht tauſend Schmer⸗ zen in Bereitſchaft fuͤr den ſanften Engel, den wir vielleicht ſeiner wirklichen Heimat entzoͤgen, wenn wir an die Erde ihn feſſel⸗