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Die Brautleute oder Schuld und Edelmuth : ein Roman / von Regina Frohberg
Entstehung
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beruhigt, daß die Gräfin ihn ſchon abgewieſen, verſuchte ers aufs neue, ſie für ſich zu gewinnen.

Ich liebe einen Andern, Graf Wend⸗ horſt, ſagte Sidonia kalt,und nie wird es Ihnen gelingen, dieſen Andern zu verdräͤngen.

Aber dieſe Liebe iſt unerwiedert, ſchöne Graͤfin? fragte Wendhorſt höhniſch.Woher ſonſt Thraͤnen in dieſen herrlichen Augen?

Ob unerwiedert oder nicht, Herr Gra ob verhängnißvoll oder beglückt, für Si daſſelbe! Ihnen kann keine

ſen aus meinem Herzen! We liebt, den ich vergöttere, wer dieſer Liebe Wahn⸗ ſinn gefühlt, wie ich, der kann niemals wieder lieben! Glücklich darf ich nicht ſeyn, denn er iſt gebunden; aber ſo unglücklich werde ich mich nicht machen, je einem Andern anzugehören. In meiner Freiheit liegt mein letzter Troſt! Und als er, deſſen ungeachtet, es ein drit⸗ tes Mal wagte, ſie um die Gewaäͤhrung ſeines Wunſches zu bitten, da rief ſie empört.Wie oft ſoll ich Ihnen ſagen, Herr Graf, daß ich