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Schritt, der nur mit ihrer Liebe zu entſchuldi⸗ gen— ihres Gemahles Papiere zu unterſuchen. Sie wußte, daß er mit dem Marquis Alfari, ſeinem Buſenfreunde in Italien, einen Brief⸗ wechſel unterhielt, daß er oft halbe Näͤchte lang an ihn ſchrieb und Bogen voll von ihm zur Ant⸗ wort bekam. Dieſer Briefwechſel ſollte ihr Licht ge⸗ ben, als ein Zufall ihr die Mühe erſparte, und ſie plötzlich erleuchtend, ihr ganzes Leben ver⸗ dunkelte.. i
Graf Wendhorſt, deſſen wir ſchon einige Mal erwähnt, ein Mann von dreiſſig Jahren, haͤßlich und eingebildet, liſtig, ſpöttiſch und bos⸗ haft, der ewig glaubte, jede Frau ſey in ihn verliebt, und der nie verzieh, die ihn zurück⸗ wies, noch dem, der es veranlaſſen mochte, hatte ſeine Augen auf Sidonia von Lichtenthal geworfen, nicht, weil er ſie wirklich liebte— er liebte nichts auſſer ſich ſelbſt— ſondern weil es ihm eine vortheilhafte Parthie in aller Hin⸗ ſicht ſchien. Sidonia hatte ſeinen Antrag unter dem Vorwande, fürs Erſte noch unverheitathet


