4 daß er aber eine Andere liebe, wußte ſie nicht, 4
lie gehabt, die mit den Jahren ſich vermehre.
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dieſer Zuſammenkunft. Erkennt die Grafin ih⸗ ren Geliebten, nun ſo bin ich des guten Er⸗ folges gewiß.“ Graf Lichtenthal ſandte ſogleich nach dem verheiſſenen Retter ſeines Kindes. Im Walterſchen Hauſe hatte ſich inzwi⸗ ſchen manches zugetragen. Daß Theodor nicht glücklich war, ſah Amalie deutlich, und der Friede ihrer Seele floh mit dieſer Ueberzeugung;
und hatte auch bisher dieſem Gedanken keinen Raum geſtatten wollen, wenn er ſich ihr näher⸗ te. Befragte ſie den Grafen um ſeinen nicht zu verbergenden Kummer, ſo klagte er über Schmerz in der Bruſt, und ſchob ſeinen Miß⸗ muth einzig darauf, indem er hinzufügte, daß er von jeher eine ſtarke Neigung zur Melancho⸗
Seine Mutter beſtätigte dieſe Ausſage, ihre Tochter zu beruhigen, und Amalie glaubte ihr gern. Aber je finſterer Walter ward, je beſorg⸗. ter ward auch die zärtliche Gattin, und um alle Zweifel zu löſen, beſchloß ſie— ein kühner 8


