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Die Brautleute oder Schuld und Edelmuth : ein Roman / von Regina Frohberg
Entstehung
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IV

F um ihnen mit ſeinen mediziniſchen Kenntniſſe

war, indem hohe, dicht verzweigte Bäume ſie in der Entfernung vor aller Augen verbargen,

und keiner verließ ſie unerquickt und unbefrie⸗

digt; mancher Unglückliche, den, wie ihn, des

Schickſals Welle an eine jähe Klippe geworfen, und den das Wilde, Romantiſche dieſer Gegend anlockte, ohne Wunſch oder Willen, in dieſer Einöde ein menſchliches Weſen anzutreffen, fand, ſobald er ſich ihm entdeckte, wo nicht Troſt, doch Theilnahme, und oft eine mitfüh⸗ lende Thraͤne, die des Buſens Laſt erleichterte. Aber nicht blos was das Ungefähr ihm zuführ⸗ te, genoß ſeiner hülfreichen Liebe. Er, der die Menſchen häͤtte haſſen ſollen, weil ſie ihm un⸗ ausſprechlich wehe gethan, er durchſchwärmte

die entlegenſten Thäler, erklimmte die ſteilſten

Anhöhen, Kranke und Dürftige aufzuſuchen

und dem Reſte ſeines Vermögens beizuſtehen⸗ Wenn der Mann vom Bache ſich zeigte,(ſein

men hatte er noch niemanden genannt) ſo fe

Haͤuschen lag an einem Bache, und ſeinen Na⸗