hen, ſeine Stunden in Gebet, in Einſamkeit und mildthaͤtigen Handlungen zubrachte; und mit jeglicher Hoffnung für die Zukunft, war auch jegliches Verlangen aus ſeiner Seele ent— ſchwunden. Das Andenken an die Geliebte, die frühzeitig, wie eine Lilie vom Sturme ge⸗ brochen, dem Grabe zugetheilt worden, beſchäf⸗ tigte ihn hier minder peinlich, ja es kamen ſo⸗ gar Augenblicke, in welchen ſeine Phantaſie das Gute von dem Böſen, das in dieſer Erin⸗ nerung lag, rein zu ſondern vermochte, und jenes hell und klar vor ihn tretend, das Dun⸗ kel ſeines verfloſſenen Lebens magiſch erleuchtete. Inbrünſtiger Dank ſtieg für ſolche Momente unerwarteten Glückes aus ſeinem trüben Her⸗ zen zum Himmel empor, und vermehrte nur ſeinen Eifer im Wohlthun, die einzige Art, wie er vergelten zu können glaubte. Mancher Wandersmann klopfte, abweichend von der Heerſtraße, nach Schatten und Kühle ſpaͤhend, aan die niedere Thuͤr ſeiner kleinen Hütte, die
man erſt bemerkte, wenn man ihr ganz nahe
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