ſtand darin, daß mein Vater geſtorben.
Als ich aber nun nach meiner Geliebtrn
forſchte, erfuhr ich, daß der Sohn des Gra⸗ fen ſie entfuͤhrt und bei ſich auf der Burg gefangen halte. Wuͤthend begab ich mich da⸗ hin und verlangte trotzig meine Geliebte. Eine hoͤhniſche Antwort wurde mir zu Theil. Mit dem Schwerdte verlangte ich Genug⸗
thuung. Der Graf ſelbſt gebot mir, das
Schwerdt beizuſtecken, und als ich ihm keine
Folge leiſtete, ſo ließ er mich durch eine Schaar ſeiner Diener entwaffnen und ins Verli
werfen. Der Sohn des Grafen, der nun auch zum Ritter geſchlagen worden war, trat an die Offnung des Verließes und ſagte hoͤh⸗
nend zu mir:„Nun, gewaltiger Ritter, willſt Du nicht die Riegel Deines Gefaͤngniſſes
ſprengen? glaubſt Du, ich haͤtte jenes Tur⸗ nier vergeſſen, wo Du mir den erſten Preis entzogſt? Deine Geliebte iſt jetzt meine Buhldirne und Du biſt mein Gefangener!“ In ohnmaͤchtiger Wuth ruͤttelte ich an den


