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Kaum verbreitete ſich Ih de Umgegend die Kunde, daß der Graf die Burg Rauhen⸗ ſtein verlaſſen habe, ſo kamen auch Grafen und Ritter, ſich um die Gunſt der ſchoͤnen
Helena bewerbend. Sie war gegen jeden
freundlich, allein zu einer ehelichen Verbin⸗ dung ſchien ſie keine Neigung zu haben, ſo ſehr auch ihr Vater deshalb in ſie drang. Un⸗ ter den Bewerbern befand ſich auch Albert von Rauheneck, der ſich ſogar verlauten ließ,
daß er demjenigen, welcher ihre Gunſt errin⸗ gen wuͤrde, auf einen Zweikampf auf Leben
und Tod fordern wuͤrde. Obgleich Helena
keinen der Freier auszuzeichnen ſchien, ſo
machte doch vorzugsweiſe der Ritter Walther
voon Merkenſtein durch ſein beſcheidenes Be⸗ tragen und durch ſeine ſchoͤne Geſtalt mehr
als jeder andere einen Eindruck auf ſie.
Eines Abends, da dreizehn Grafen und 4 Ritter auf Rauhenſtein verſammelt waren und


