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Wein reichen. Als nun Rinfried heftiger in ihn drang, ſo ſicherte er ihm nochmals die Rettung ſeiner Braut zu und erbot ſich ſogar, ſeine Lieblingsknappen als Geißeln zu ſtellen⸗ Nun zweifelte Rinfried nicht laͤnger an ſeiner redlichen Geſinnung und gab ihm einen Ver⸗ ſoͤhnungskuß, welchem Beiſpiele die uͤbrigen Ritter folgten. Hans v. Gleichen reichte ihm allein nur die Hand, waͤhrend Schluck meinte: „Haͤttet Ihr mich in der Schlacht nicht vom Pferde heruntergeworfen, ſo ſaͤße ich vielleicht auf Burg Ilmen und traͤnke andern Wein!“
Als nun die Sonne in Oſten empor ſtieg und das Chor der befiederten Saͤnger des Haines dem Schoͤpfer, der alles ſo ſchoͤn ge⸗ ſchaffen hatten, auf die verſchiedentſte Art ihr Loblied darbrachten, ſo falteten ſich unwillkuͤhr⸗ lich Rin frieds Haͤnde und ein leiſes Gebet ſtieg zum Vater alles Guten empor.„Bald ſehe ich meine Amalie wieder,“ jauchzte er.„Und ich meine Tochter!“ rief der alte Neuenburger. Obgleich die Ritter noch zechten und die 4


