Kriegsknechte ſich verſchiedene Ungerechtigkeiten gegen die Beſiegten erlaubten, ſo machte der ſchlaue Burgpfaffe zu allen doch eine gute Miene. Hoͤchſt lieb war fuͤr ihn aber der Entſchluß, daß die Feinde ſchon wieder abziehen wollten, denn er hatte große Luſt den Ritter zu bere⸗ den, daß er nicht Wort halten ſollte.
Begleitet von ſeiner mit Beute beladenen Schaar zog Rinfried a Spada die Straße nach Hildburghauſen, um ſein rechtmaͤßiges Eigen⸗ thum, als Brautſchatz, in Beſitz zu nehmen. Obgleich verſchiedene Ritter den Durch⸗ gang durch ihre Gaue einen ſo großen bewaff⸗ neten Haufen nicht geſtatten wollten, ſo wurde dieſer zuweilen erzwungen, wodurch natuͤrlich heftige Gefechte entſtanden; doch verringerte ſich hierdurch die Schaar nicht, denn taͤglich ließen ſich neue Soͤldlinge anwerben.
In der Naͤhe bei Hildburghauſen ankom⸗ mend, ließ Rinfried ſogleich das Benedictiner⸗ Kloſter einſchließen, waͤhrend er ſich ſelbſt ſaͤmmtlichen Rittern an die Pforte de Kloſt


