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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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wieder faſſen konnte, trat er mit Leithold ins Zimmer.„Gott! Gott! die Todten ſtehen wie⸗ „der auf!“ rief Adele entſetzt, und bedeckte ihr

Geſicht mit beiden Haͤnden. Der Vater ſtuͤrzte auf ſeine Toͤchter zu und umarmte ſie laut wei⸗

nend; die Fraͤuleins von Taube draͤngten ſich um ihren Vormund und fragten leiſe, was dieſer Auf⸗ tritt zu bedeuten habe? aber dieſer winkte ihnen Stillſchweigen zu und fuͤhrte die Falk auf ihr

Zimmer, wohin ihnen Leithold nach einigen Mi⸗

nuten folgte.— Was dort vorgegangen iſt, wiſ⸗

ſen wir nicht genau, ſoviel aber iſt bekannt, daß

die Paͤdagogin nach einigen Tagen N.... ganz ſtille verließ. Sie hat ſich, ſichern Nachrichten

zufolge, nach Genf begeben, wohin ihr auch Leit⸗

holds Frau ſchon vorausgegangen war, und dort ſollen ſich beide zu der Sekte der Momiers be⸗

kennen. Im Publikum trug man ſich einige Zeit

mit ſehr unerbaulichen Geſchichten, die der fremde Kaufmann der Falk vorgeworfen haben ſollte, und der Baron von Gtein ſoll nicht das Wenigſte zur Verbreitung derſelben beigetragen haben.— Tante Taube mußte ebenfalls ein Zwiegeſpraͤch verdrießlicher Art mit dem Geheimerath gehabt haben; ſie reiſte einige Tage nach der Falk ab und begab ſich nach Karlsbad, um dem verdrieß⸗ lichen Gerede aus dem Wege zu gehen. 5 Die jungen Taͤubchen hatte der Vormund mit

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