in die Reſidenz genommen, wo ſie in ſeinem Hauſe bald Alles wieder verlernten, was ihnen die Falk eingetrichtert hatte, und die Demoiſelles Leitholde ſind einer braven Frau in Hamburg in Penſion gegeben worden, die aber, der Sage nach, anfangs viele Noth mit ihren Grillen ge⸗ habt haben ſoll; jetzt hat ſich die Maͤnnerſcheu gelegt und die Aelteſte ſoll die Braut eines jun⸗ gen Doktors der Rechte dort ſeyn. Die Bruͤder von Dolz aber, jetzt in der Reſidenz angeſtellt, beſuchen das Haus des Geheimeraths Schwabe ſehr fleißig, und man munkelt dort mancherlei von einer bevorſtehenden Doppelheirath
So weit hatte der Geiſtliche geleſen/ als der Condukteur hereintrat und meldete, daß alles zur Fortſetzung der Reiſe bereit ſey. Der Punſch wurde geleert, der Condukteur erhielt den Reſt in einem großen Glaſe, das er auf einen Zug aufs Wohlſeyn der Geſellſchaft austrank, die Knaben wurden geweckt und die i weis beſtieg die Poſtkutſche, allerſeits mit den verfloſſenen Stun⸗ den ſehr zufrieden. Das Schneegeſtoͤber hatte aufgehoͤrt, der Mond ſchien hell, die Pferde hat⸗ ten ausgeruht und ſo ging die Reiſe raſch vor⸗ waͤrts und die Kutſche kam wohlbehalten in S.... an, wo ſich die Geſellſchaft trennte.


