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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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„ wie ich hoͤre, zwei Demoiſelles Leithold aus Hamburg? Iſt es nicht ſo, meine Damen?— Die Maͤdchen bejahten es ſchweigend.—„Ihr „Herr Vater,“ fuhr er fort,„verließ vor etwa „vier Jahren Hamburg, und Sie haben ſeitdem „wenig oder gar nichts von ihm gehoͤrt?“— „Unſer Vater iſt todt,“ antwortete die aͤlteſte Tochter.„In Weſtindien geſtorben,“ ergaͤnzte die Falk,„ſchon vor zwei Jahren.“—„Ei, „ſind Sie denn deſſen ſo gewiß?“¹ fragte Schwa⸗ be,„man kann ſich leicht irren. Ich ſelbſt habe „erſt ganz vor Kurzem einen Herrn Leithold aus „Hamburg geſprochen, der vor einigen Wochen „aus Weſtindien zuruͤckgekommen iſt und ſeine „Frau nebſt zwei Toͤchtern ſucht, die ſich waͤhrend „ſeiner Abweſenheit nach Suͤddeutſchland oder „ der Schweiz gewendet hat.“— Die Maͤdchen waren waͤhrend dieſer Rede aus ihrer Ecke her⸗ vorgekrochen und ſtaunten den Fremden an. Das Fraͤulein war vor Schrecken halb des Todes und ſie konnte kaum die Worte herſtammeln:„Un⸗ „moͤglich! das muß ein Betruͤger ſeyn.“„Nun, „das muß ſich ſchnell ausweiſen; da er, wie er „ſagt, von Ihnen gekannt iſt, mein Fraͤulein, ſo „werden Sie ſogleich ſelbſt beurtheilen koͤnnen, „ob. er der rechte Leithold iſt oder nicht.“— Nach dieſen Worten verließ der Geheimerath ſchnell das Zimmer, und ehe ſich die Paͤdogogin