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Zuhoͤrer als Verfolgte dar, weil ſie dieſem Grund⸗ ſatze nachlebten und ſich hier verſammelten; denn wenn ihnen dieſe Zuſammenkuͤnfte auch nicht ver⸗ boten waͤren, ſo ſaͤhe doch weltliche und geiſtliche Obrigkeit, die in Satans Stricken laͤge, ſcheel dazu und warte nur auf Gelegenheit, ſie mit Feuer und Schwert zu bekaͤmpfen. Er ſprach darauf mit Entzuͤcken von dem Zeitpunkte, in dem die Ver⸗ folgungen gegen ſie beginnen wuͤrden, er ermahnte ſeine Zuhoͤrer feſt an dem zu halten, was ſie als wahr erkannt haͤtten und verſprach ihnen, an ih⸗ rer Spitze um die Maͤrtyrerkrone zu ringen. Zum Schluße erklaͤrte er noch, wahrſcheinlich um ſchneller zum erwaͤhlten Ziele zu kommen, daß es gottlos ſey, einer Regierung zu gehorchen, die Soldaten aushebe und Schauſpielhaͤuſer baue.
Als der Geiſtliche ſchwieg, erhob ſich Adele von Falk, um auch, vom Geiſte getrieben, einige Worte zu reden. Sie gab zuerſt dem Bruder in Chriſto, der vor ihr geſprochen, inſofern Recht, als nichts verdienſtlicher ſey als fuͤr den wahren Glauben zu leiden, doch, meinte ſie, daß nicht Deutſchland, nicht Europa der ihnen beſtimmte Leidensort ſey. In fremde Welttheile muͤßten ſie gehen, ohne An⸗ ſehen des Geſchlechts und der Perſon, und Heiden bekehren; das waͤre die wahre Art fuͤr den Glau⸗ ben zu dulden, und ſo bald ſie ihre Erziehungs⸗ anſtalt ſicheren Haͤnden anvertraut habe, wolle ſie


