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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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Abentheuer zu erleben; aber es gibt Menſchen, die den Fuß nicht vor das Stadtthor ſetzen duͤr⸗ fen, ohne von Abentheuern erdruͤckt zu werden; zu dieſer Klaſſe gehoͤrte unſer Felix. Kaum hatte er den Fuß in den dunkeln Raum des Wagens geſetzt, ſo quickte ein Silberſtimmchen neben ihm, denn er hatte einer Dame auf den Fuß getreten. Felix entſchuldigte ſich tauſend Mal, nahm neben der Beſitzerin des gequetſchten Fußes Platz und gab ſich alle Muͤhe etwas von ihrem Aeuſſeren V zu errathen; umſonſt, die dunkele Nacht vereitelte ſeine Anſtrengungen. Er verſuchte ein Geſpraͤch mit ihr anzuknuͤpfen, aber ſie antwortete nur kurz, und bald lag die ganze Reiſegeſellſchaft im ſuͤßen Schlummer, der nur manchmal auf einige Minu⸗ ten unterbrochen wurde. Endlich brach der Tag an und, nachdem man ſich gegenſeitig betrachtet hatte, machte ein jeder mehr oder weniger ſeine Toilette. Ein dicker Herr im Fond des Wagens, zog ſeine Schlafmuͤtze ab und vertauſchte ſie mit einer eleganten Sammtmuͤtze; ein juͤngerer neben ihm durchſtrich die Haare mit ſeinen Fingern und ordnete das Toupée. Ein Offizier kaͤmmte ſich den Schnurrbart zierlich aus, und auch Felixens Nachbarin ließ ihre Locken durch die Finger lau⸗