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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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ihm ſein Vertrauter, der Lehrburſche, berichtete. Grauſames Geſchick fuͤr die Geliebte eines Stu⸗ dioſen der Philoſophie!

Fuͤr ſeinen verlaſſenen Gefaͤhrten aber war die Sache ſehr erſprieslich, denn wie haͤtte Felix zu ihm kommen koͤnnen, wenn die Geliebte in Poſſendorf geweſen waͤre? So aber entſann er ſich ſeines Verſprechens, eilte uͤber den Markt, hielt ſich nur einige Augenblicke an der Gevatter⸗ bude auf, kaufte in einer Weinhandlung drei Fla⸗ ſchen Franzwein, die er auf's Karzer ſchickte, aß bei Michaelis einige Stuͤcken Kuchen und trank ein Paar Glaͤſer Liqueur dazu und ging dann nach dem Karzer zuruͤck.

Der Karzeraufwaͤrter wollte ihn anfangs nicht hineinlaſſen, aber ein halber Gulden und die Aus⸗ ſicht auf ein Glas Wein thaten Wunder. Bald waren alle Anſtalten zu einem leckeren Mahle ge⸗ troffen; Suppe, Fiſch und Braten aufgetragen, und die Tafel begann. Der ſauere Wein aͤuſſerte indeſſen ſeine Wirkung bei Felix ſehr ſchnell, waͤh⸗ rend die Gemuͤthsruhe ſeines Freundes unerſchuͤt⸗ tert blieb. Der Aufwaͤrter hatte auch ſein be⸗ ſcheidenes Theil erhalten und war freundlich wie ein

rwuͤrmchen, ſo toll es auch Felix trieb; als

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