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Felix hatte noch tauſend Bedenklichkeiten, aber Neuthaler wußte ſie alle zu beſeitigen. Sein Be⸗ nehmen war nicht ganz ohne Eigennutz; er ſehnte ſich nach einem frohen Abend bei guten Eſſen und Wein, und um dieſen Preis verlor er um ſo lie⸗ ber einen guten Geſellſchafter, da er gewiß hoffen durfte, bald einen andern an ſeiner Statt zu be⸗ kommen.
Der Brief war geſchrieben und eine Stunde darauf Thuͤrheim frei. Nachdem er hierauf mit
Herrn Weiſe ſeine Schulden berechnet hatte, eine Arbeit die ihn ein Paar Stuͤndchen feſthielt, flos er mit ſeinem Louisd'or zu der holden Minona. Da traf er es aber heute ſchlecht. Ein Geſelle war davon gelaufen und die Traute mußte, da die Arbeit draͤngte, nolens volens ſeine Stelle einnehmen und naͤhen, daß ihr die Finger zu blu⸗ ten drohten. Sie konnte ihm nur durch Thraͤnen zulaͤcheln, als er unter dem Vorwande hereintrat
mit ihrem Vater wegen ſeiner Rechnung zu re⸗ den, denn am Abend war Tanz in Poſſendorf, und ſie konnten nicht hingehen, ja ſie hatte ſo⸗ gar, weil ſie das Naͤhen beharrlich verweigerte, von dem Vater einige Fuchteln mit der Elle und von der Mutter ein Paar Ohrfeigen erhalten, wie


