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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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trotz der kuͤhlen Nachtluft, Angſtſchweiß ſchwitzend/ und konnke weder vor noch ruͤckwaͤrts. Endlich faßte er Muth und rief mit lauter Stimme: Jul⸗ chen!— Die Verliebten waren ſchon bei dem Bel⸗ len des Hundes zuſammengefahren; als ſie aber jetzt gar des Oheims Stimme hoͤrten, ſtieg ihre Verlegenheit auf den hoͤchſten Gipfel. Eine Hin⸗ terthuͤre gab es ſo wenig als einen Verſteck, und uͤbrigens fuͤrchteten ſie nicht mit Unrecht, daß der Oheim den fremden Eindringling ſchon bemerkt habe. Als ſich nun das Liebespaar noch verlegen anſah, rief es drauſſen: Machen Sie doch nur auf, Herr Aſſeſſor und rufen Sie Ihren boͤſen Hund ab; machen Sie um Gotteswillen auf; ich bin ja gar nicht boͤſe. Noth lehrt beten, dachte Karl, oͤffnete die Thuͤre und ließ beide, den Com⸗ merzienrath und den Hund herein.

Der Onkel ſah ſich bedaͤchtig in der Stube um; mit niedergeſchlagenen Augen ſtand Julie da, aͤngſtlich den Erfolg der Sache abwartend, in der andern Ecke ſtand die Raͤthin, als Ehrenwaͤchte⸗ rin beſtellt, ebenfalls nicht wenig verlegen. Der, Aſſeſſor unterbrach endlich die Stille: Herr Com⸗ merzienrath, fing er an, Sie kommen hier— Wohl etwas unerwartet, fiel dieſer ein, und zu