— 32—
einſtriche. Seine Mitſpieler konnten aus ihm gar nicht klug werden.— Am andern Morgen ließ er einen Advokaten kommen und ſchloß ſich ſo lange mit ihm ein, und verkehrte ſo geheimnißvoll mit ihm, daß ſeinen Commis gar nicht wohl wur⸗ de, denn ſie fuͤrchteten, es moͤchte etwa gar dem Hauſe etwas menſchliches oder vielmehr kaufmaͤn⸗ niſches, d. h. ein Bankrut bevorſtehen. Der Ad⸗ vokat kam in den naͤchſten Tagen noch einige Mal, und der Buchhalter nahm Gelegenheit recht ver⸗ faͤngliche Fragen an ihn zu richten; aber dieſer
entſchluͤpfte ihm wie ein Aal und gab weder Rede
noch Antwort.
Des alten Herrn Herz war naͤmlich erweicht worden, und ſchon an Werners Arme hatte er den Plan entworfen, die beiden Leutchen recht bald uunn zuthun. Aber uͤberraſcht ſollten ſie werden, und deshalb erhielt der ſſeſſor eine ſo bedingte Dankſagung, und Julie, die ihren Oheim beſſer kannte, durfte gar nichts von der
Rettung aus Lebensgefahr erfahren. An ihrem
Geburtstage, der in einigen Wochen einfiel, ſollte alles offenbar werden, und er wollte ihr an dem⸗
ſelben einem bedeutenden Capitalbrief als Ange⸗ binde uͤberreichen. Die Schenkung unter Leben
*½
3


