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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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— 28— meinte er, moͤchten wohl blos in Romanen ge⸗ ſchrieben werden.

So waren einige Wochen dem Podagraiſten⸗ ſowohl als den Verliebten, unter vielen Schmer⸗ zen verlaufen; da fing Gieshuͤbel an, ſich zu beſ⸗ ſern, und wie die heftigen Schmerzen aufhoͤrten, fand ſich auch die heitere Laune und die gewohnte Spielparthie wieder ein. Der Commerzienrath erkundigte ſichnnun unter der Hand bei ſeinen Mitſpielern angelegentlich nach dem jungen Wer⸗ ner, und erfuhr nichts als liebes und gutes von ihm. Jeder wußte etwas ruͤhmliches uͤber ihn zu ſagen und Alle kamen darin uͤberein, daß es hoͤchſt ungerecht ſey, einen ſo fleißigen brauchbaren Mann auf ſolcher ſu ſewirmlhir. zu laſſen;

auch ſchimpfte das ganze Chor weidlich auf Wer⸗

ners geitzigen Oheim, der den armen Neffen ohne alle Unterſtuͤtzung laſſe.

Dieſes alles ruͤhrte zwar des Alten Gemuͤth, aber dennoch blieb er feſt bei dem Gedanken: Herr Werner ſey keine Parthie fuͤr ſeine Nichte, und wenn dieſem das Gluͤck nicht beigeſtanden haͤtte, ſo wuͤrde er noch lange nach ſeiner Julie haben

ſchmachten muͤſſen. Ein Zufall kam ihm zu Huͤlfe.

Zu Anfang des Aprils, an einem heiteren Nach⸗