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Nahrung verſchafft und die Zuſammenkuͤufte der
Liebenden geduldet habe. Zuletzt befahl er Julien
ernſtlich, jenes Haus nicht wieder ohne ſeine Er⸗
laubniß zu beſuchen, wenn ſie nicht das Seinige
verlaſſen wollte, und verſicherte ihr noch einmal,
daß, wenn er gleich bei ſo bewandten Umſtaͤnden
ſeine Plaͤne auf ſie aufgaͤbe, doch an eine Heirath mit Herrn Werner nicht zu denken ſey.
Das war nun frellich ſehr betruͤbt fuͤr die Ver⸗ liebten, aber es blieb nichts uͤbrig, als des On⸗ kels hartem Befehle zu gehorchen. Sein Haus war die einzige Freiſtaͤtte Juliens, und ſo mußte ſie ſich ſchon drein ergeben, jenes zu meiden, in welchem ſie, uͤckt durch Karls Liebe, ſo ſelige Stunden verlebt hatte. Sie blieb fortan immer zu Hauſe und klagte blos in Briefen dem Gelieb⸗ ten ihr Leid. Dieſer ſchrieb fleißig wieder, und 1 der Commerzienrath, zufrieden, daß ſeine Nichte jetzt immer um ihn war, ſeoͤrte dieſen Briefwech⸗ ſel nicht. Da er naͤmlich in ſeinem Leben nicht viele andere Briefe als Geſchaͤftsbriefe geſchrieben hatte, und immer froh geweſen war, wenn er dieſe Ar⸗ beit vollbracht hatte, ſo glaubte der gute Mann, wer nicht noͤthig habe zu korreſpondiren, werde es von ſelhſt bleiben laſſen, und Liebesbriefe,


