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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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— Ei, ſieh einmal! und wen meinſt Du denn, die ich ſo etwa heirathen koͤnnte?

Ach, liebes Onkelchen, da gibt es eine Menge artige Maͤdchen, die ſich recht gut mit Ihnen ver⸗ tragen wuͤrden.— Da iſt z. B. Lottchen Herzig oder Linchen Gelbfuß.

Biſt Du toll? fiel ihr der Oheim ins Wort, die beiden alten Naͤrrinen! Wenn Du nichts beſ⸗ ſeres fuͤr mich weißt.— Aber um Gotteswillen, ſagte Julie ganz verwundert, wen wollen Sie denn eigentlich heirathen? Ich daͤchte dieſe bei⸗ den Maͤdchen— Lottchen vier und dreißig und Linchen zwei und dreißig Jahre— die paßten recht gut fuͤr Sie; wenigſtens ſind ſie doch wohl nicht zu alt fuͤr Sie?

Fuͤr mich, brummte Gieshuͤbel, fuͤr nich nicht zu alt, als ob ich ſiebzig Jahre alt waͤre. Nein liebes Kind, mit ſolchen Vorſchlaͤgen bleibe mir vom Halſe. Sieh, ich bin ein Mann in meinen beſten Jahren, und das weißt Du, das bischen Podagra abgerechnet, bin ich das ganze Jahr hin⸗ durch geſund und munter wie ein Fiſch im Waſ⸗ ſer; und ſo daͤchte ich, waͤre ich auch fuͤr ein Maͤdchen von zwanzig Jahren keine ſo ganz uͤble Parthie. Mit einem Worte, liebes Julchen, ich