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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
Entstehung
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nug meiner Zukuͤnftigen das Leben recht angenehm zu machen, bin, bis auf das Zipperlein, kern ge⸗ ſund, und weder ein Zaͤnker noch ein Murrkopf. Ich wuͤßte gar nicht, was das Maͤdchen an mir auszuſetzen haͤtte, und es bleibt dabei, noch heute bringe ich mein Wort bei ihr an.

Nach dem Mittageſſen ſetzte ſich Julie, wie gewoͤhnlich, mit ihrer Arbeit zum Oheim, um ihm die Zeit zu vertreiben. Aus dem war aber heute gar nicht klug zu werden. Manchmal fing er eine Rede an, ſchwieg aber ſogleich wieder, und manch⸗ mal unterbrach er ihre Erzaͤhlungen durch ſolche Querfragen, daß ſie es endlich fuͤr beſſer hielt, ganz ſtill zu ſchweigen. Der Onkel kam nach ei⸗ nigen uUmſchweifen wieder auf das geſtrige Aben⸗ theuer und folgerte daraus, daß es beſſer fuͤr ihn ſeyn wuͤrde, wenn, wenn—

Wenn Sie eine Frau haͤtten, Onkelchen, fiel ihm die Nichte ins Wort. Nicht wahr ich habe es getroffen? Nun warum heirathen Sie denn nicht?— Da hatte nun Julchen dem verliebten Gieshuͤbel ſelbſt auf die rechten Spruͤnge geholfen. Schalkhaft laͤchelnd ſah er ſie an und fragte: Meinſt Du Schatzchen?— Ja, ja, lieber Onkel;

ich an Ihrer Stelle haͤtte es ſchon laͤngſt gethan.