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Des alten Herrn Zorn legte ſich auch, als friſche Umſchlaͤge ſeine Schmerzen beſaͤnftigten, und beim Abendeſſen war ſeine Laune ſo gut, daß er Julien unter vielen Lachen den Auftritt mit dem Kapellmeiſter erzaͤhlen konnte.
Am andern Morgen, als die Einquartierung abgezogen war, rekapitulirte der Commerzienrath in ſeinem Lehnſeſſel noch einmal die geſtern er⸗ lebten Abentheuer, und fuͤhlte ſehr lebhaft die Wahrheit des Satzes: Es iſt nicht gut, daß der Menſch allein ſey. Dieſer Gedanke erhielt allemal neue Nahrung, wenn Julichen durch das Zimmer gehend, ihn bald„liebes Onkelchen”“ nannte, bald eine kleine Handreichung that, oder ihn auch nur freundlich anſah. Ja, ja, dachte er, ſo lange die noch bei mir iſt, mag alles gehen; aber wenn ſie nun einmal heirathet, dann(das Podagra gab ihm ſchon bei dieſem Gedanken einen Stich), dann bin ich ganz verlaſſen.— Er uͤberlegte ſich alles noch einmal und beſchloß bei naͤchſter Gelegenheit
die gute Nichte ernſtlich zu fragen, ob ſie in
wohl ehelichen wolle. Gut(ſagte er zu ſich ſelbſt) iſt mir die Kleine, das muͤßte ein Blinder ſehen, und ich bin ja auch, trotz meiner vier und fuͤnfzig Jahre, kein unebner Mann; ich habe Geld ge⸗
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