gegen zu ſehen, das ſich uͤber ſeinem Haupte zu⸗ ſammenzog. Indem erhob ſich im Hauſe Laͤrm. Das Ein⸗ quartierungszimmer zu heitzen war vergeſſen wor⸗ den, und der Offizier wollte ſich uͤber dieſe Nach⸗ läͤſſigkeit gar nicht zufrieden geben. Er kam in des Kranken Zimmer zuruͤck und beſchwerte ſich bitterlich uͤber die ſchlechte Behandlung/ die er nach einem langen und beſchwerlichen Marſche in einem ſo großen Hauſe erleiden muͤſſe. Der gute Gieshuͤbel ſtammelte vergeblich ſeine Entſchuldig⸗ ungen; da oͤffnete ſich die Thuͤre und gerade zur rechten Zeit erſchien die niedliche Nichte, um den Sturm zu beſchwoͤren. Sie, ſchon im Hauſe von der Urſache des Laͤrms unterrichtet, bat den Of⸗ fizier ſogleich wegen dieſer Saumſeligkeit um Ver⸗ zeihung, ſchob alle Schuld auf ihren Wunſch, das ſchone Regiment zu ſehen, und aus dem baͤrbeiſ⸗ ſigen Krieger wurde auf einmal ein galanter Franzoſe, der nun ſelbſt wegen ſeines unnuͤtzen Laͤrms um Verzeihung bat und ſich ruhig auf ſein Zimmer verfuͤgte, wo das Feuer ſchon luſtig im Zugofen brannte, und kurz darauf ein tuͤchtiges Abendeſſen und eine Flaſche guten Rheinweins alle Leiden des Tags vergeſſen machte.
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Der zerbrochene Postwagen im thüringer Walde : humoristische Erzählungen / von Gustav Friedrichsohn
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