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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
Entstehung
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aus ſeiner Gattin, er wolle die wenigen Tage ſei⸗ nes Lebens auf ſeinem Gute Zeulsdorf in Ruhe verleben. Doch das Flehen der Wittenberger und der innige Wunſch ſeines Churfürſten, der ſchleu⸗ nige Abſtellung ſeiner Beſchwerden verſprach, rief ihn noch einmal zurück.(Im Auguſt 1545.) Allein ſeine von Gott erbetene Scheideſtunde, ſein Aufflug in die Gefilde des Lohnes war nahe. Er war von denen Grafen von Mansfeld auf⸗ gefordert worden, gewiſſe unter ihnen entſtandene Familienſtreitigkeiten perſönlich zu ſchlichten. Mit⸗ ten im Winter,(den 23. Januar 1546.) trat er unpäßlich die Reiſe dahin an, begleitet von ſei⸗ nen drei Söhnen, Hans, Martin und Paul. Zu Halle weilte er bei ſeinem alten Kampfgenoſ⸗ ſen Jonas einige Tage, da die aufgeſchwollene Saale ihm die Ueberfahrt verwehrte. Im Geleite dieſes Mannes kam er am 28. Januar krank in Eisleben an, ſchlichtete glücklich die entſtandenen Streitigkeiten, wurde aber täglich ſchwächer. Dennoch blieb ſein Geiſt heiter und ſeine Unter⸗ haltung kraftvoll und belebend. Er ſchrieb mun⸗ tere, tröſtende Briefe an ſeine Gattin in Witten⸗ berg. Schon konnte er das Haus nicht mehr ver⸗ laſſen, und dennoch beſchäftigte er ſich noch mit der Verbeſſerung der Mansfeldiſchen Kirchenord⸗ nung und Eislebiſchen Schulen. Dann kam am Abend des 17. Februars des Todes Nähe über ihn.