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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
Entstehung
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Er eilte zu Bette, und als er daſſelbe beſtieg, ſprach er:in deine Hände o Golt! befehle ich

meinen Geiſt! Hierauf ermunterte er ſeinen

Freund Jonas: zu beten, damit die Sache des Evangeliums geſchützt werde. Gegen Eins, nach Mitternacht erwachte er aus unruhigem Schlum⸗ mer, und rief dem Doctor Jonas zu:ich werde zu Eisleben, wo ich gebohren ward, auch ſterben, denn mir wird gar zu übel! Mit dieſen Wor⸗

ten ſank er auf ſein Lager zurück. Man rief ſo⸗

gleich Luthers Söhne, die Aerzte nebſt denen Gra⸗ fen von Mansfeld herbei. Alles wurde ange⸗ wendet, um das fliehende Leben aufzuhalten. Dies gelang jedoch nur für Augenblicke. Noch hörte man ihn vernehmlich die Worte beten: O mein himmliſcher Vater! feſt glaube ich, daß

wenn auch mein Leib ſtirbt, ich bei dir ewig leben

werde. Hierauf flüſterte er noch dreimal hinter⸗ einander ſchnell auf Lateiniſch:Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geiſt! worauf er ruhig blieb.

Seein Leidensgefährte Jonas rief ihm hierauf zu:ehrwürdiger Vater! wollt ihr auf Jeſum und die Lehre, welche ihr lehrtet, auch jetzt ſter⸗ ben? Hierauf erwiederte er ein lautes Ja! wandte ſich auf die rechte Seite, und verſchieden war der größte Mann ſeines Zeitalters. Die

Hülle des Edlen, von dem Churfürſten abgefor⸗

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