evangeliſchen Fürſten, ſtets wachſam, verſammel⸗ ten ſich alsbald zu Schmalkalden und verwarfen eine Kirchenverbeſſerung, die vor der Unterſuchung ſchon verdammte. Um jedoch auf jeden Fall ge⸗ faßt zu ſeyn, ſo befahl der Churfürſt: Luther ſolle in bündiger Kürze die Hauptpuncte der evangeli⸗ ſchen Lehre klar und kräftig niederſchreiben, damit dieſe auf Verlangen den Gegnern vorgelegt wer⸗ den könnten. Dies gab Veranlaſſung zur Faſ⸗ ſung der Schmalkaldiſchen Artikel, welche von allen evangeliſchen Ständen angenommen wur⸗ den. Er reiſte hierauf ſelbſt nach Schmalkalden,
um mit Kraft und Rath perſönlich anweſend zu
ſeyn, allein bald überſiel ihn hier eine heftige Krankheit,(Steinſchmerz), die ihn nöthigte, zu Ende Februars wieder nach Wittenberg zurück⸗ zukehren, wo er ziemlich wiederhergeſtellt ankam.
Von jetzt an ſchwanden jedoch ſeine Körper⸗ kräfte ſtets mehr; mit ihrem Sinken, ſank auch bei ihm die Luſt am Leben, und ſchwermüthig ward ſein Geiſt. Er ſah die Früchte nicht, die er bei feiner Anſtrengung ſchon jetzt zu finden gehofft hatte; die Studierenden wurden zügelloſer, das Volk that nicht nach ſeinen Lehren, ſelbſt die Ver⸗ haltniſſe in der politiſchen Auſſenwelt trübten ſich aufs Neue; da beſchloß er, Wittenberg ganz zu verlaſſen, beſuchte ſeinen alten Freund, den Biſchof N. Amsdorf in Zeiz, und verkündete von hier
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