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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
Entstehung
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Erhabenheit waltet nicht in der Sprache der Pſalmen! Wie ſie,*) daß er nicht ſeines Zieles fehle,

Auch aller ihrer Feſſeln Zwang beſiegt

Und frei den hohen Flug mit ſeiner Seele

Geflügelten Gedanken fliegt;

Bald Donner und bald ſanfte Melodey

Und was er wil Des Wahnes Barbarey,

Bethört nicht mehr mit fremden Zauber⸗

ſtimmen!*)

Noch einmal verſuchte es der Nachfolger Cle⸗ mens VII., der Pabſt Paul III., Luthern auf dem Wege gütlicher Unterhandlungen zu gewin⸗ nen, und ſandte deshalb ſeinen Geſandten Ver⸗ gerius nach Wittenberg, der indeſſen nach Ab⸗ handlung weniger unweſentlicher Gegenſtände bald einſah, daß gegen Luthers felſenfeſte Glaubens⸗ kraft nichts auszurichten ſey, eine hohe Achtung für die evangeliſche Lehre mit nach Rom nahm, und in der Folge ſelbſt zu derſelben in Deutſch⸗ land übertrat. Jetzt machte der Papſt die Er⸗ öffnung einer allgemeinen Kirchenverſammlung zu Mantua in Italien auf den 23. Mai 1537. be⸗ kannt, deren Zweck die Ausrottung aller und vor⸗ züglich der Lutheriſchen Ketzereien ſeyn ſollte. Die

*) Die Sprache.**) A. Cramer.