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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
Entstehung
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toren mit jedem Jahre mehr von einander ent⸗ fernte.

Da beſchloß Philipp, Landgraf zu Heſſen, dieſen Zwiſt durch ein Geſpräch zwiſchen Luther und Zwingli, das er in Marburg(1529 vom 1. 3. Oktober) veranſtaltete, zu beendigen. Beide Thei⸗ le kamen zuſammen, vereinigten ſich über alle Punkte ihrer Lehre, nur die einzige vom Abend⸗ male ausgenommen, und ſchieden hierauf wieder mit dem Verſprechen; ſich ſtets freundſchaftlich

zu vertragen und gemeinſam gegen die Anmaßun⸗

gen der katholiſchen Kirche zu vertheidigen. In⸗ deſſen entſtanden durch dieſe Verſchiede nheit von jetzt an zwei geſonderte Religionspartheien, die der Lutheraner und Reformirten.

Merkwürdig iſt noch der zu Speier in dem⸗ ſelben Jahre veranſtaltete Reichstag, auf wel⸗ chem gegen die Evangeliſchen beſchloſſen ward: daß an den Orten, wo bisher das zu Worms aus⸗ gegangene Edict beobachtet worden wäre, nie⸗ mand Luthers Lehre annehmen, und da keine Rieligionsneuerung weiter zugelaſſen werden ſoß⸗ te, wo jene ſchon gelehrt würde.

Dieſem Beſchluſſe ſetzten die evangeliſchen

Stände 9 im Geiſte Lnthers die Erklarung ent⸗

*) Churfürſt Johann von Sachſen, Herzog Georg vn rr denburg, die Herzoge Ernſt und Franz von Aineuag