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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
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gegen: Gottes Wort wolle ungebunden ſeyn, und dieſes göttliche Wort, nicht aber der römiſche Bi⸗ ſchof ſey des chriſtlichen Lebens und Lehrens ein⸗ zige, ſichere Regel. Ueber das Religionsweſen in einem jeden Lande zu wachen, ſey nicht des Biſchofs zu Rom, ſondern eines jeden, einzelnen Landesherrn eigene Sache, und der übrigen Re⸗ gentenpflichten höchſte und heiligſte.

Deshalb wurden ſie denn ſeit dieſer Zeit die proteſtirenden Stände und ihre Anhän⸗ ger die Proteſtanten genannt.

Chriſtliche Bemerkungen zu dem dritten Abſchnitte der Lebensgeſchichte Luthers. 1.

Der unverdorbene, ſchlichte Sinn des Volkes beobachtet gewöhnlich rich⸗ tiger und urtheilt wahrer, alsder durch manche Nebenrückſichten befangene Geiſt der höhern Stände. So ward auch Luther bald der Liebling des deutſchen Volkes,

wie die Ereigniſſe auf dem Reichstage zu Worms beweißen. Daher wohl das freilich oft mißver⸗

Landgraf Philipp von Heſſen und Wolfgang, Fürſt von Anhalt, ſo wie die Reichsſtädte Nürnberg, Ulm, Straßburg, Coſtniz, Reutlingen, Memmingen, Kemp⸗ ten, Nördlingen, Heilbronn u. a. m.