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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
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mündlich und durch Schriften, und wlrde noch

mehr gewirkt haben) wenn ihn nicht der Tod des Churfürſten Friedrich des Weiſen*) veranlaßt hätte, wieder nach Wittenberg zurück zu kehren, um nebſt Melanchthon Vorkehrungen zur würdigen Beſtattung des Entſeelten zu treffen. Indeſſen ſtanden die Fürſten Johann Chur⸗ fürſt, und Herzog Georg von Sachſen, Land⸗ graf Philipp von Heſſen, Herzog Heinrich von Braunſchweig un a. gegen die aufrühre⸗ riſchen Bauern auf, ſchlugen ſie bei Frankenhau⸗ ſen auf's Haupt und zerſtreuten ſie völlig. Friedrich dem Weiſen folgte ſein Bruder, Johann der Beſtuändigenin der Churwürde, der ſich ſogleich als öffentlicher Freund und Be⸗ kenner der evangeliſchen Lehre erklärke. Deshalb konnte jetzt Luther ſchon kräftiger und ſchneller in Sachſen wirken. Er veranſtaltete alsbald bei der Ordination des M. Georg Röhr zum Diako⸗ nus, einen feierlichen Gottesdienſt, der zum erſten⸗ mal nur in deutſcher Sprache gehalten wurde. Schon früher hatte Luther, Melanchthon, Karl⸗ ſtadt u. a. die Unzweckmäßigkeit des Eheverbotes bei den Prieſtern eingeſehen, dagegen gepredigt und geſchrieben und ihre Genoſſen ermuntert, ſich

in den Eheſtand zu begeben, wie auch von meh⸗

5 geſt, den 5. Mai 1535.