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kleiden und das Mönchshabit mit einem ſtattlichen Ritteranzuge vertauſchen. Dann gaben ſie ihm Roß und Schwerdt und ſo gelangte er in ihrem Geleite um Mitternacht auf dem kurfürſtlichen Bergſchloſſe Wartburg an⸗ Schon in Worms hatte Luther kurz vor ſeiner Abreiſe einen Wink von ſeinem Landesfürſten über dies Ereigniß er⸗ halten, das ihn vor dem erſten Feuer der Reichs⸗ acht ſchützen ſollte. Die Geſchichte nennt den Burgvogt zu Wartburg, Johann von Ber⸗
lepſch und den Ritter Burkhard Hund
zu Altenſtein als ſeine Entführer.
Luther befand ſich auf ſeinem Pathmos, wie er es mit dem Evangeliſten Johannes ſehr paſ⸗ ſend nannte, äuſſerlich überaus wohl. Der Jun⸗ ker Görge,— dies war ſein angenommener Rittername— wurde von ſeinem Knappen köſt⸗ lich bedient und von dem Treuen ſters ermahnt, die Bücher zu fliehen, des Schwerdtes und der Jagd zu pflegen, auf daß er nicht für einen Wichreif ber angeſehen werde.
Wirklich verſuchte es auch Luther, zu jagen und mit ritterlichem Schmuck und Barte, die nach⸗ barlichen Herbergen heimzuſuchen; beides aber ge⸗ währte ihm nur kurze Luſt. Theologiſche Gedan⸗
ken beſchäftigten ihn auch hier. Unter den Jagd⸗
hunden dachte er ſich die Verfolgungen des Teu⸗
fels, die armen Häslein waren ihm der Men⸗


