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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
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gefangen nach Rom bringen zu laſſen; fand nicht für gut, dieſen Wunſch des heiligen Vaters zu gewähren, ſondern verlangte als deut⸗ ſcher Reichsfürſt, daß Luther in ſeinem 2 Vaterlan⸗ de gerichtet werden ſolle.

Der Papſt, welcher aus Klugh heit nicht gern die bisherigen freundſchaftlichen Verhältniſſe mit Sachſens Churfürſten gewaltſam ſtöhren wollte, erfüllte hierauf das Anſinnen des letzteren, und Luther erhielt die Weiſung: ſich vor dem päpſtli⸗ chen Geſandten, Kardinal Kajetan, der ſich damals in Augsburg befand, perſönlich zu ver⸗ antworten. Dahin reißte Luͤther von Wittenberg ab, kehrte bei dem Prior der Auguſtiner Dr. Wenzeslaus Link in Nürnberg ein; borgte von dieſem ein neues Kleid, Um mit Anſtand vor ſei⸗ nem Gegner auftreten zu können und kam in Links Begleitung am 7. Oktober frohen Muthes in Augsburg an. Heftig und unbefangen, wie Luther beſonders in früheren Jahren war, ließ er ſogleich dem Kardinal ſeine Ankunft melden, der ihn auch alsbald durch einen verſchmitzten Italiäner, den Pater Urban dvon Serra⸗ longa auf den andern Tag zu einer Unterredung einladen ließ. Luther ſagte zu, allein ſeine Be⸗ ſchutzer, an die er von dem Churfürſten von Sach⸗ ſen ne nders empfohlen war, die Augsburger Pa⸗ tricie Thriſtoph Langemantel und, Konrad