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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
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Sündenvergebung vertheidigte, wie 3. B. folgen⸗ de Sätze beweiſen. Da unſer Meiſter und Herr Jeſus Chriſtus ſpricht: thut Buße, ſo will er, daß das ganze Leben ſeiner Gläubigen auf Erden ei⸗ ne ſtete oder unaufhörliche Buße ſey.

21. Die Ablaßprediger irren, daß durch des Pabſtes Ablaß der Menſch von aller Sün⸗ denſtrafe frei und ſelig werde.

37. Ein jeder ächter Chriſt iſt theilhaftig aller Güter Chriſti und der Kirche, aus Gottes Geſchenk, auch ohne Ablaßbrief u. ſ. w.

Dieſe Sätze, in Sanftmuth und Liebe, allein

zur Verbreitung der Wahrheit verfaßt und ver⸗

kündigt, durchflogen, wie von Engelsfittigen ge⸗ tragen, binnen kurzer Zeit ganz Deutſchland, er⸗ regten großes Aufſehen und wurden von Beſſeren geprieſen, von den Eigenſüchtigen und Anhängern des römiſchen Hofes hingegen auf's heftigſte ver⸗ dammt. Unter dieſen letzteren zeigte ſich Tetzel auf mancherlei Art thätig, und ließ, da er es ſelbſt nicht vermochte, von dem Profeſſor der Theo⸗ logie zu Frankfurt au der Oder, Konrad Wim⸗ pina eine ſogenannte Widerlegungsſchrift der Lutheriſchen Sätze verfertigen, welche die lächer⸗ lichſten Anpreißungen des Ablaſſes und Erhebun⸗

gen des Papſtes enthielten und zugleich alle diejeni⸗