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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
Entstehung
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ſeinen Stamm durch eine Reihe von Handlungen, welche die Menſchheit veredlen und beglücken. Aus dem Staube gingen ſchon die Würdigſten und Edelſten ihres Geſchlechts hervor. Moſes und David, die Apoſtel des Herrn, Luther, Melanch⸗ thon und ſo viele andere, deren Namen den Stolz unſeres Vaterlandes ausmachen, ſtammten von Eltern niederen Standes ab.

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Welch ein Spiegel für Eltern iſt die Fuͤrſorge des alten Luthers für die frühe Bil⸗ dung ſeines Sohnes. Noch als einen hülfsbe⸗ dürftigen, kleinen Knaben trägt er ihn auf den Armen in die Schule und empfeehlt ihn der ſtren⸗ gen Zucht des Lehrers. Dieſe wurde angewen⸗ det und trug, wie der fromme Streiter Gottes nachher ſelbſt bekannte, die herrlichſten Früchte. Jung ſtark gebogen, alt wohl gezogen, ſagt ein Sprüchwort des Volkes und Luthers Bei⸗ ſpiel giebt den ſtärkſten Beleg zu der Wahrheit deſſelben. Wie kräftig und wahr drückt ſich der große Reformator über die Pflicht einer religiö⸗ ſen Erziehung der Jugend im 10. Thl. ſ. Schrif⸗

ten,/S. 73, f. aus, indem er ſagt: Wollen wir feine geſchickte Leute haben, beide zu weltlichem nnd geiſtlichem Regi⸗ ment, ſo müſſen wir wahrlich keinen Fleiß⸗ Mü⸗