he noch Koſten an unſern Kindern ſparen, ſie zu lehren und erziehen, daß ſie Gott und der Welt dienen mögen, und nicht allein denken, wie wir ihnen Geld und Gut ſammeln. Denn Gott kann ſie wohl ohne uns nähren und reich machen, wie er auch täglich thut. Darum aber hat er uns Kinder gegeben, und uns befoh⸗ len, daß wir ſie nach ſeinem Willen aufziehen und regieren; ſonſt bedürfte er Vater und Mutter nirgend zu. Darum wiſſe ein jeglicher daß er ſchuldig iſt, bei Verluſt göttlicher Gnade, daß er ſeine Kinder vor allen Dingen zur Gottesfurcht und Erkenntniß ziehe, und wo ſie geſchickt ſind, auch lernen und ſtudiren laſſe, daß man ſie, wo⸗ zu es Noth iſt, brauchen könnte. Wenn man nun ſolches thate, würde Gott uns auch reichlich ſeg⸗ nen und Gnade geben, daß man ſolche Leute erzöge, derer(durch welche) Land und Leute gebeſſert mög⸗ ten werden; dazu feine gezogene Bürger, züchtige und häusliche Frauen, die dar⸗ nach fromme Kinder und Geſinde ziehen mögten.“
3.
Frühe Noth und ſelbſt der Kampf mit den erſten Lebensbedürfniſſen ſchaden ſelten dem Knaben und Jünglinge und ſtählen ihn zur würdigen Ertragung ſpäterer Leiden und größerer
Kämpfe. So verhielt es ſich mit Luther. Er


