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Wie Luther lebte, lehrte und starb : ein Volksbuch für evangelische Christen zu dem bevorstehenden dritten Jubelfeste der Kirchenverbesserung / von G. Friederich
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tig, hurtig, Brüderchen l und gieb Marien ſnel ihren geopferten Sohn zurück. Die fertigen Ita⸗ liener aber laſen, während Luther eine Meſſe be⸗ endigte, deren ſieben. In gleichem Geiſte wur⸗ de hier alles Göttliche und Heilige behandelt, als ein Broderwerb, den man mit möglichſtem Vor⸗ theile zu treiben, lerne müſſe. Nach dieſen ſchmerz⸗ lichen Erfahrungen, die den Getäuſchten von ſei⸗ ner geträumten Höhe ſchnell herabzogen, eilte er, da er überdieß den Zweck ſeiner Sendung glück⸗ lich beendigt hatte, ſehnſuchtsvoll nach Witten⸗ berg zurück. Jetzt erſt, hatte er durch eigene klare Anſchau⸗ ung erkannt, daß der Geiſt der Chriſtuslehre nicht in dem Papſtthume zu finden ſey, und im Ge⸗ fühl von dem hohen Werthe dieſer Erfahrun⸗ gen, rief er noch in ſpätern Jahren aus; ich wollte nicht tauſend Gulden nehmen, daß ich Rom nicht ſollte geſehen haben! Ich müßte ſonſt immer beſorgen, ich thäte dem Pabſte Gewalt und Unrecht; aber was wir ſehen, das reden wir. Von nun an hielt er ſich ſtets eifriger an die heilige Schrift, da das Gewicht menſchlichen An⸗ ſehens ſeinen Werth in Glaubensſachen für ihn verlohren hatte. Die Bibel war für ihn allein die Erkenntnißquelle des Heiligen. Frei und kuühn trug er dieſe Grundſätze auf dem Lehrſtuhl wie in