Duchesnois ohne Mademoiſelle Raucourt, was zur Folge hatte, daß dieſe, empört über ſolche Zurück⸗ ſetzung, die Camilla an Mademoiſelle Georges über⸗ gehen ließ, die nun auf Joſephinens ausdrückliches Verlangen zu großer Befriedigung des Publikums wechſelweis mit ihrer Rivalin die Camilla und Sa⸗ bina ſpielen mußte, was im Allgemeinen zum Vor⸗ theil der Duchesnois ausſchlug.
Die von ihrer Lehrerin nicht zum Beſten be⸗ rathene Georges wollte nun auch ihrerſeits das ſo oft erprobte Gängelband der Künſtlerlaune einmal an dem undankbaren Publikum verſuchen. Sie wei⸗
„gerte ſich eines Tages, als Raynouard's Tempel⸗
ritter— ein in ſeiner Neuheit fabelhaft ſich be⸗ waͤhrendes Kaſſenſtück— bereits auf den Anſchlag⸗ zetteln ſtand, ihre Königinrolle dieſen Abend zu ſpielen. Krankheit oder Indispoſition der Stimme war nicht vorhanden, und ſo lebte das Comité bis zur Eröffnung der Kaſſe der guten Hoffnung, Ma⸗ demoiſelle Georges werde ſich nur koſtbar machen,
und mit dieſer kleinen Kriegsliſt irgend einen in
Bereitſchaft gehaltenen Wunſch durchſetzen wollen. Als jedoch Zeit und Stunde der Entſcheidung kam, mußte man den Irrthum und das Vertrauen in


