Teil eines Werkes 
2. Th. (1862)
Entstehung
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ſchaffenen Maria Stuart uns die Natur zeichnet, wie ſie iſt, ſehen wir ſie in den Leiſtungen der Mademoiſelle Georges durch die Kunſt ver⸗ ſchönt. Aus einer feurigen, tief und wahr em⸗ pfindenden Seele ſtrömet der überwältigende Ein⸗ druck des Spieles der Mademoiſelle Duchesnois uns zu. Sie iſt überreich an erhabenen und unvorher⸗ geſehenen Blitzen momentaner Inſpiration und die⸗ ſer Zweig ihres ſchönen Talentes erhebt ſie zu der Höhe, auf der in dieſer Hinſicht einzig und allein Mademoiſelle Dumesnil geſtanden.

Der Ausdruck einer ſich ſelbſt verzehren⸗ den Liebe iſt das Gefühl, welches von dieſer Künſtlerin am treueſten abgeſpiegelt wird; ſie ſcheint in dieſen Rollen nur ein dem Sohne der Venus fallendes Opfer. Der Ausdruck der Rache, der Verzweiflung, des Schreckens ſelbſt ſcheinen oft durch die Art, wie ſie dieſelben ausdrückt, das Er⸗ gebniß dieſer täuſchenden und in ihrer Täuſchung ſo fürchterlichen Leidenſchaft zu ſein. Während ſie in ihrer Phädra, Dido, Ariadne u. a. geradezu Vollkommenes leiſtet, während ihre Maria Stuart eine ihrer Schöpfungen iſt, welche die Unſterblich⸗ keit anſtreben, erhebt ſie ſich als Agrippine, Athalie,