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Erzählung, als ſie endlich zihren Anfang nahm, dem leidenden Herzen wohl zu thun. Es war ein Mo⸗ nument der Dankbarkeit und Trauer, dieſes Wie⸗ der⸗ und immer Wieder⸗Aufreißen der ohnedies, noch friſch blutenden Wunde, es war ein Todtenopfer auf dem Grabe der Dahingeſchiedenen, deſſen die weib⸗ liche Gefühlsüberſchwenglichkeit ſo leicht nicht müde wird. Die treue Seele that mehr noch, als man einem gramerfüllten Gemüth bei derartigen Erzäh⸗ lungen eigentlich zumuthen darf, ſie unterdrückte mit heldenmüthiger Standhaftigkeit ſogar die Aus⸗ brüche ihres Schmerzes, ihre Thränen und freilich ſchon laut genug ſich kund gegebenen Klagen, um ruhig fort ſprechen zu können. Als Emilie— ſo hieß das Mädchen— des jungen Arztes gedachte, der anfangs mit ſo vielem Glück an dem Kranken⸗ lager ihrer Herrin gewaltet, ſteigerte ſich Henriet⸗ tens Aufmerkſamkeit zu einer kaum zu bewältigen⸗ den Unruhe. Sie ließ ſich das Aeußere des Man⸗ nes genau beſchreiben, und eine dunkle Röthe des Zornes färbte, während dies geſchah, das ſchöne Geſicht des Mädchens. Ein paar unverſtändliche Worte vor ſich hin murmelnd, bat ſie Emilien dann wieder um einen geregelten Fortgang ihrer Erzäh⸗
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