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kundigungen über Lothar's Glück einziehen. Das bange Herzklopfen, womit ſie, vor dem ſtillen Hauſe angelangt, aus dem Wagen ſtieg, ließ ſich auf viel⸗ fache Weiſe erklären. Furcht und Hoffnung, die re⸗ ſignirende Selbſtentäußerung eines doch ſo heiß ſchla⸗ genden Herzens und der bittre Gedanke: nun gehört er für immer einer Andern— kämpften ſchwer und angſtvoll gegen einander. Auf der erſten Treppe mußte ſie einige Augenblicke ſtehen bleiben, um Athem zu ſchöpfen und ihre Bangigkeit ſo viel als möglich zu überwinden. Das ihr voran leuchtende Mädchen blickte ſcheu und ruhelos um ſich her, es war, als müſſe jeden Augenblick irgend etwas Grau⸗ envolles hinter dieſem Wandpfeiler oder aus jenem dunkeln Corridor hervortreten, ſo viel Abenteuerli⸗ ches war von Bertha Leutner im Hauſe der Koſe⸗ nell namentlich gegen die Dienſtleute geſchwatzt wor⸗ den. Mit ſtummer Geberde winkte endlich Henriette zum Weitergehen und ſchon hob die kleine Geſpen⸗ ſterſeherin den Fuß, um dem ſchweigend ausgeſpro⸗ chenen Befehle Folge zu leiſten, als die Vorſaal⸗ thür zu der Wohnung der erſten Etage ſich öffnete und ein bleicher junger Mann in der Oeffnung ſichtbar ward. Henriette warf einen ſchnellen miß⸗


