Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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Du mit Deinem reinen Sinn und Deiner ſtrengen Moral kannſt nicht begreifen, was es für den Mann ſagen will, von einem Weibe gedemüthigt be⸗ ſchimpft zu werden. Noch hatte das ſchuldloſe Ge⸗ ſchöpf keine Ahnung von der ganzen Beleidigung meiner Liebeswerbung und verwarf dennoch, was ſie in Ehren ſich geboten glaubte verwarf meine Hand und meinen Namen um des wüſten un⸗ heimlichen Geiſtes willen, der aus meinen Augen ſie erſchreckt. Welch' ein Gedanke! In jenem Augenblicke und ſeit jener Stunde fühle ich mich ärmer als der Bettler, der auf der Schwelle des Hoſpitals von ſeinen Leiden erdrückt zuſammen bricht. Diees unheimliche grauenhafte Weſen, das aus meinen Blicken leuchtet, wird jedes jungfräulich reine Weſen von mir zurückſcheuchen. Nie wird der Kuß einer edlen Liebe mich und meine Vergangen⸗ heit entſühnen, nie wird es eine Zukunft, nie ein Glück der Selbſterhebung und des Selbſtvertrauens für mich geben ich bin ein Paria am häusli⸗ chen Familienherde, ein Ausgeſtoſſener aus der Ach⸗ tung edler Frauen und fühle jetzt erſt, was das ſagen will.

In dieſer Stimmung ſuchte ich Dich auf, um