Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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denn Ihre Beſuche machten meine Schweſter auf⸗ merkſam und ſie prophezeite mir die heutige Stunde. Sei es denn geſagt, was Ihnen jetzt wohl ein we nig Schmerz verurſachen, was aber vielleicht in ein paar Tagen ſchon von Ihnen vergeſſen ſein wird. Ich könnte nimmermehr das Vertrauen zu Ihnen faſſen, das der Liebe vorangehen muß, könnte nie⸗ mals Herr werden über ein gewiſſes Grauen, das mich erfaßt, wenn Ihre Augen an mir haften, wenn der wüſte unheimliche Geiſt, der aus ihnen ſpricht, mir die Bruſt zuſammen ſchnürt und das heute Abend, wo Sie zum erſten Male von Ihrer Liebe ſprachen, mehr denn je. Was könnte es Ihnen hel⸗ fen, wenn ich vielleicht von Ihrem Reichthum be⸗ rückt den Weg zum Altar mit Ihnen ginge? Mein Herz bliebe doch daheim bei der Schweſter, deren leidenden Augen ich wohl gern die Sorge um des Lebens Nothdurft abnehmen möchte. Aber nicht durch Täuſchung eines Dritten, nicht durch eine Lüge, die ein ganzes Leben lang ausdauern müßte. Und nun Gott befohlen, lieber Herr von Warrenberg, Sie können den frommen aufrichtigen Wunſch für Ihren Frieden wohl brauchen. Ich weiß nicht Lothar aber nein nein

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